Spinnen mit der Handspindel

Spinnen mit der Handspindel

Um mit dem Spinnen beginnen zu können, benötigt man zunächst einen Anfangsfaden. Dieser wird an das lange Ende des Spinnstabs geknotet und einige Male darum gewickelt. Dann wird er an der Schwungscheibe vorbei und um das kurze Ende des Stabes geführt. Anschließend wird der Faden am oberen Ende des Stabes mit einem sogenannten „halbem Schlag“ befestigt. Nun sollten noch ca. 10-15cm des Anspinnfadens übrig sein.

Spindel

Nun zupft man das Ende des Fadens auseinander und nimmt sich etwas Rohwolle zur Hand.

Rohwolle Faden

Faden und Fasern werden übereinandergelegt und zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand gehalten. Mit der rechten Hand versetzt man die Spindel in Bewegung. Wenn der Drall weit genug nach oben gewandert ist, zieht die rechte Hand den Faden langsam nach unten und lässt dann den Drall wieder ein Stück nach oben wandern, so dass die Rohwolle mit in den Faden eingedreht wird. Und damit ist der Anfang bereits geschafft!

Während des Spinnvorgangs hält man die Fasern (als Rechtshänder) in der linken Hand in einem sogenannten Faserdreieck.

Auseinanderziehen

Mit der rechten Hand zieht man die Fasern aus dem Dreieck nach unten. Wenn man nun mit der rechten Hand weiter nach oben wandert, verdrillen sich die Fasern und ein Faden entsteht. Wenn die Spindel am Boden angekommen ist, löst man den halben Schlag und wickelt das frisch gesponnene Garn auf die Spindel. Dabei sollte der Faden durchgehend unter Spannung stehen.

Das macht man dann so lange, bis die Spindel voll ist.

Sol ein Garn, das nur aus einem einzelnen Faden besteht, nennt man Dochtgarn. Es kann aber auch noch verzwirnt werden. Verzwirnt wird entgegengesetzt zur Spinnrichtung, also z-gedrehte Garne werden in s-Richtung verzwirnt und umgekehrt. Wie man die Spinnrichtung erkennt, zeigen die Bilder.

Spinnrichtung drehen